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RE: Leben im Land der Zwangsgebühren und sonstiger Bevormundung.

in #deutsch8 years ago

Der Beitrag trifft natürlich genau den richtigen Nerv und lädt daher auch, wie man ja augenscheinlich verfolgen kann, zu vielen Meinungsäußerungen ein. Mich hat dabei lediglich verwundert, dass der Kirchensteuer bei dem Thema keine Bedeutung beigemessen wurde?!
Natürlich bin auch ich kein Freund von auferlegten Gebühren, deren Verwendung im Nachhinein mehr Fragen als Antworten aufwerfen. Dabei spielt der Porsche oder Ferrari des Fußballers eigentlich weniger eine Rolle. Die Frage müsste eigentlich lauten: Wie viele Funkhäuser mit einer nicht unbeträchtlichen Anzahl an Wasserköpfen in der Intendanten-Etage braucht das Land? Die zweite Frage wäre, wer die Bürokratie in Deutschland (aber wohl auch in vielen anderen europäischen Staaten) auf ein erträgliches Maß zurückfahren und dem Bürger damit mehr Entscheidungsfreiheit zu übertragen kann? Das können wir doch wohl nur selbst. Doch was tun wir? Wir kritisieren zwar kontinuierlich, wählen aber stets die gleichen Gesichter oder gehen überhaupt nicht zur Wahl. Jede, noch so intelligente außerparlamentarische Aktion gegen die Diktatur aus Finanzwelt und Politik schwappt ein paar Monate durch alle Nachrichten, um dann unbemerkt in der Versenkung zu verschwinden. Wir bekommen offenbar den Hintern nicht mehr auf die Straße, wenn schlechtes Wetter angesagt ist.
Die Situation in Deutschland ist ja im Vergleich zu Kroatien (wo ich schon sehr lange lebe) fast noch (egal wie sarkastisch es klingen mag) fast noch paradiesisch. Ich bezahle auch Fernsehgebühren. Doch was hier aus den Geldern gezaubert wird, lässt Florian Silbereisen und Kai Pflaume wie wahre Journalisten erscheinen. Der Kroate demonstriert auch nur ungern. (Außer es sind ein paar Kneipen in der Nähe.)
Vielleicht aber schaffen wir es ja noch unsere Lethargie über Bord zu werfen und mit einem gewaltigen Sturm auf Berlin, Zagreb oder Brüssel den ersten Schritt zur Abschaffung der Rundfunkgebühren in Angriff zu nehmen. Ein Versuch wäre es allemal wert. Ich schaue mir die Aktionen dann in den Dritten Programmen an.. :-)

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Du hast Recht, die Kirchensteuer ist ebenfalls kritikwürdig. Warum sollte der Staat irgendeinem Verein die Arbeit abnehmen, Mitgliedsbeiträge einzuziehen (für meinen Schachclub tut er das ja auch nicht ...). Wenigstens (was die Kritik nicht mindert), kann man aus der Kirche (anders als aus dem Klub der Rundfunkgebührenzahler) austreten ...

Sicher muss jeder Einzelne sich fragen, was er tun kann. Ich wählte z. B. die Piratenpartei, als sie sich noch nicht durch interne Streitigkeiten selbst 'zerlegt' hatte. Möglicherweise könnte Demokratie in Bewegung zu einer Alternative werden? Ich weiß es noch nicht ...

Und ja, bestimmt ist es in vielen anderen Ländern nicht besser ... allerdings konnte ich nur über Deutschland aus eigener Erfahrung berichten ... und tat das deshalb. :-)