Wonder Woman

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"Wonder Woman" ist ein Film aus dem Jahr 2017, der im DC-Universum spielt. Regisseurin Patty Jenkins liefert einen Film, der Action, Humor und Herz geschickt miteinander verbindet. Gal Gadot brilliert in der Titelrolle als Diana, Prinzessin der Amazonen. Sie verkörpert die Heldin mit einer Mischung aus Stärke, Naivität und Mitgefühl. Ihre Darstellung macht Wonder Woman zu einer inspirierenden Figur, mit der sich das Publikum leicht identifizieren kann.

Die Handlung, die im Ersten Weltkrieg spielt, bietet eine interessante historische Kulisse für Dianas Reise von der abgeschiedenen Insel Themyscira in die Welt der Menschen. Der Kontrast zwischen ihrer idealistischen Weltsicht und den Schrecken des Krieges sorgt für spannende Charakterentwicklung und tiefgründige Momente. Besonders hervorzuheben sind die spektakulären Actionszenen. Von den epischen Kämpfen auf Themyscira bis hin zu den packenden Schlachten an der Front - die Choreografie ist gelungen. Die Szene, in der Wonder Woman das Niemandsland an der Front des ersten Weltkriegs überquert, ist besonders eindrucksvoll und ikonisch.

Chris Pine als Steve Trevor ergänzt Gadot hervorragend und ihre Chemie auf der Leinwand ist spürbar. Die Nebencharaktere, insbesondere Elena Anayas Darstellung der Schurkin Dr. Maru, tragen zur Tiefe der Geschichte bei. Visuell ist der Film ein Fest für die Augen, mit wunderschönen Landschaften und beeindruckenden Spezialeffekten. Der Kontrast zwischen dem paradiesischen Themyscira und dem düsteren Kriegsschauplatz in Europa ist besonders gelungen.

Kritisch anzumerken ist, dass der Film gegen Ende in typische Superhelden-Klischees verfällt, mit einem CGI-lastigen Finale, das etwas übertrieben wirkt. Auch die Entwicklung von Dianas Charakter hätte etwas nuancierter sein können, da ihre Naivität manchmal zu dick aufgetragen wirkt. Trotz dieser kleinen Schwächen ist "Wonder Woman" ein unterhaltsamer Film im Superhelden-Genre. Sehr viel Action, sehr viel für das Auge und ein stets anhaltender Spannungsbogen. Ich fühlte mich gut unterhalten. Kein Meisterwerk, aber für einen gelungenen Popcorn-Kinoabend genau der richtige Film, mindestens einen Daumen hoch.