Auswirkung von Kryptowährungen: Banken drohen nun mit Kontenschließung, wenn man Coinbase benutzt

in #deutsch7 years ago

Weil Kryptowährungen eine Bedrohung für die Elite des Bankwesens sind, droht sie nun damit, Konten zu schließen, wenn Kunden sie mit Coinbase verknüpfen.

Der Kryptowährungsnutzer Jordan Spencer erhielt kürzlich einen Brief von seiner Bank, die ihn warnte, dass sein Konto geschlossen werden würde, wenn er weiterhin Kryptowährungen durch die populäre Internetseite und App Coinbase kauft und verkauft. Die Bank Lakestone Bank and Trust drohte ominöserweise auch damit, ein Auge auf sein Konto zu werfen, um sicherzustellen, dass er gehorcht.

Spencer postete den Brief einer Facebook-Gruppe für Ethereum-Händler, um andere vor möglichen Strafen oder Sanktionen durch Banken zu warnen:

Wir sind glücklich, Sie als Kunden bei Lakestone Bank and Trust zu haben und möchten gerne alles für Ihr Banking Notwendige veranlassen, aber es ist mir aufgefallen, dass Sie Käufe tätigen und Finanzmittel von Coinbase.com erhalten - eine Art von Geschäftstransaktion, die gegen die Richtlinien von Lakestone verstößt, und ab sofort unberücksichtigt gelassen werden muss. Wir werden weiterhin Ihr Konto überwachen, und wenn wir sehen, dass diese Art von Transaktionen fotgesetzt werden, werden wir gezwungen sein, andere Maßnahmen zu ergreifen, bis hin zu, und einschließlich, der Schließung des Kontos.

Der Beitrag verbreite sich schnell wie ein Lauffeuer und rief einen Sturm der Entrüstung unter begeisterten Nutzern von Kryptowährungen hervor, die schnell die Facebook-Seite der Bank mit negativen Kritiken und Kommentaren überhäuften. Kryptowährungen sind offensichtlich eine Bedrohung für das traditionelle Finanzsystem, mit einem Börsenwert von über 600 Milliarden Dollar [ca. 505 Milliarden Euro], und es werden jeden Tag mehr, was bei Weitem den der meisten großen Banken übertrifft. Es wurde diese Woche berichtet, dass tägliche Kryptowährungsmärkte nun den gleichen Umsatz haben wie die New York Stock Exchange.

Letzte Woche gab die SEC eine Erklärung heraus, die Investoren davor warnte, dass Kryptowährungen nicht von Regierungen reguliert werden. Die Erklärung ist vor dem Hintergrund interessant, dass die SEC die vielen Finanzbetrügereien zugelassen hat, wenn nicht sogar dabei mitgeholfen hat, die so viele Leute verarmt hat.

Vereinfacht gesagt, geben Kryptowährungen vor, inhärente Wertgegenstände zu sein (ähnlich wie Bargeld oder Gold, zum Beispiel), die dazu angelegt sind, um Käufe, Verkäufe und andere Finanztransaktionen zu ermöglichen. Sie sind dazu gedacht, viele derselben Funktionen zu ermöglichen wie seit Langem etablierte Währungen wie der US-Dollar, Euro oder japanische Yen, haben aber nicht dieselbe Unterstützung durch eine Regierung oder eine andere Institution. Zu anderen oft angepriesenen Besonderheiten von Kryptowährungen gehören eine persönliche Anonymität und das Fehlen einer Regulierung oder Beaufsichitgung durch eine Regierung. Kritiker von Kryptowährungen bemerken, dass diese Besonderheiten illegales Handeln und illegale Finanztransaktionen vereinfachen können, und dass manche der vorgeblichen vorteilhaften Merkmale sich in der Praxis als nicht verfügbar erweisen, lautete die Erklärung.

Viele Händler von Kryptowährungen befürchten, dass mehr Einschränkungen und Regulierungen durch Regierungen wahrscheinlich auf den Weg gebracht worden sind.

Wenn sich die Kunden dieser Art von hartem Durchgreifen nicht widersetzen, müssen wir damit rechnen, dass es weiter zunimmt. Die Zentralisierung der Macht und Kontrolle von Währungen ist es, die der Banking-Elite ihre Macht verleiht - Kryptowährungen sind eine Bedrohung dieser Macht, da Dezentralisierung ihrem eigentlichen Wesen entspricht.

Wie wir Anfang dieser Woche berichtet haben, war die Idee von Kryptowährungen unter Krypto-Anarchisten und Experten für Privatsphäre bereits seit Jahrzehnten populär, und wurde in Timothy Mays Manifest von 1994 mit dem Titel The Cyhernomicon vorhergesagt. In dem Buch prophezeite May "ausgeklügelte finanzielle Alternativen für den Dollar, verschiedene Intrumente, Termingeschäfte, Terminverträge etc."

Kryptowährungen stellen diese finanzielle Alternative zur Verfügung. Banken können entweder die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Kunden durch die Ermöglichung einer gegenseitigen vorteilhaften Beziehung mit denjenigen respektieren, die sowohl in US-Dollar als auch Kryptowährungen handeln wollen, oder sie können einen langsamen ökonomischen Tod sterben, indem die Kryptowährungen sie überflüssig machen.

Die Lakestone Bank and Trust hat offenbar ihre Entscheidugn getroffen.

BESORGEN SIE SICH JETZT IHRE BITCOINS: https://www.coinbase.com

Verweise:

Sort:  

werter waechter,
danke für solch informative Artikel, mal sehen wie "der Markt"(in diesem Fall die kryptogemeinde) das schon regelt, wäre ich Kunde der Lakestone Bank und Trust, würde ich mir jetzt eine neue bank suchen.
mit den besten Grüßen vom Balten

Man könnte die Lokalen Behörde einschalten da die Bank kein Recht hat legalen Bürgern ihre Konten zu künden oder dass Bankgeheimnis oder wie es dort heisst zu verletzen in dem man Grundlos deren Konto durchleuchtet.

Ich glaube, da wird eher anders rum ein Schuh draus: Wegen Geldwäschegesetzen ist die Bank verpflichtet.

Und seit wann darf eine Bank die Geschäftsbeziehung nicht kündigen?

Eine tatsächliche Bedrohung für die Fiat Währungen wären die Cryptos erst, wenn massig diese anstatt USD und Co. für Käufe benutzt werden. Da sind wir aber noch weit entfernt, im Gegenteil - durch den starken Anstieg der Transkationskosten beim BTC (die einzige Währung mit der nennenswert Dinge gekauft werden) ist hier eher ein Rückgang zu beobachten. Wenn ich nur Cryptos kaufe, gebe ich meine Fiat-Euros dem Crypto-Herausgeber und der bezahlt dann seine Dinge mit Fiat. Es ist also noch ein weiter Weg, bis USD un EURO zurückgedrängt werden können.

This post has received a 7.69 % upvote from @aksdwi thanks to: @vladimir-simovic.

Wie es in den USA aussieht kann ich mit Sicherheit nicht sagen. Was jedoch Deutschland betrifft, so wird ja schon die ganze Zeit Propaganda dafür gemacht, daß ein Jeder das Recht auf ein Girokonto hat. Sollte irgendeine Bank in Deutschland also aus diesem Grund das Girokonto kündigen, so stellt sich meines Erachtens die Frage, ob hier nicht eine eklatante Rechtsbeugung vorliegt.

Weiter beschränkt sich die Geschäftsbeziehung zwischen dem Inhaber eines Kontos und der Bank doch zumeist darauf, daß die Bank dem Inhaber das Konto gegen Kontoführungsgebühren zur Verfügung stellt. Was der Kontoinhaber damit dann aber anstellt, dürfte alleine Sache des Kontoinhabers sein.

Eine Ausnahme wären hier nur strafbare Handlungen, wie etwa Geldwäsche, die mit einem solchen Konto getätigt werden. Dies zu verfolgen wäre aber eine Sache der Exekutive, also des Staates und nicht der Banken. Sanktionen wie eine Kontosperrung dürfte dann allein die Judikative veranlassen. Und seit wann besitzen Banken in Deutschland oder irgendeinem anderen Rechtsstaat auch richterliche Gewalt?

Natürlich könnten die Banken diverse Kontoinhaber beim Staat denunzieren und es bestünde dann die Verpflichtung der staatlichen Organe, dort weiter hinterherzugehen. Dann aber müßte erst einmal nachgewiesen werden, daß es sich beim Handel mit Kryptowährungen um Geldwäsche oder andere kriminelle Machenschaften handelt. Gelingt dies nicht, müßte es, wie schon so oft, heißen: „In Dubio Proreo also Im Zweifelsfalle für den Angeklagten.“

Wir sollten dementsprechend diese Praktiken auch in Deutschland sehr genau im Blick behalten und eventuelle Rechtsbeugungen dieser Art sofort an die Öffentlichkeit tragen. Denn eine derartige Anmaßung und Bevormundung vollgeschäftsfähiger freier Bürger darf in unter keinen Umständen hingenommen werden.